Fürstliche Tarife…

heute jedenfalls so im Spiegel:

Vorgeplänkel:

Madeleine von Schweden, 30, die jüngste Tochter von König Carl Gustaf und Königin Silvia, bekam Genugtuung von der deutschen Justiz für 86 unangemessene Intimberichte in der „Welt der Frau“ und der „Frau mit Herz“.

Thema:

Prinzessin müsste man sein.
Seit vergangenem Dienstag dürfen auch mit Prominenz und Reichtum ungleich schlechter bedachte junge Frauen in Deutschland hoffen, im schlimmsten Falle von fürstlichen Tarifen im deutschen Rechtswesen profitieren zu können. Das
Landgericht in Wuppertal verurteilte einen Vergewaltiger, der sein Opfer tagelang gefangen gehalten und brutal gequält hatte, der schwer geschädigten Frau 100 000 Euro Schmerzensgeld zu zahlen.
(Thomas Darnstädt)

Ich kann mir schwer vorstellen, wie man den Sachverhalt „Schmerzensgeld ‚für‘ eine Vergewaltigung“ noch widerwärtiger formulieren könnte.
„Fürstliche“ „Tarife“? Werden in der Regel fällig, wenn man „Journalisten“, die so ein widerwärtiges Gelump verzapfen wie bspw. Thomas Darnstedt als widerwärtige Lumpen bezeichnet.

Dass der Spiegel in aller Regel aus Aneinanderreihung von tendentiösen Halb-, Un-, Pseudo- und Vielleichtwahrheiten besteht, daran hat man sich ja die letzten 10 Jahre leider schon gewöhnen müssen, aber so eine feinfühlige Wortwahl ist mir bisher nicht untergekommen.

Gibt’s eigentlich auch „Tarife“ für virtuelles Anspucken? Da würde ich gern einen Hunni von meinem sauer verdienten Hartz4 investieren.

Quelle: Spiegel 7/13 Seite 38

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