Um klar zu sehen…

Golem zur Besprechung eines Smartphones:

Außerdem gibt es einen Steckplatz für Micro-SD-Karten mit bis zu 32 GByte. Dem Vormodell lag noch eine Speicherkarte mit 8 GByte bei, beim Pro+ gibt es keine mehr dazu. Eine Verschlechterung gibt es auch bezüglich der Mobilfunkfunktionen

(Hervorhebung von mir)

Das „auch“ bezieht sich nach meinen bescheidenen Deutschkenntnissen auf die SD-Karte, ne? Die grosse Quizfrage ist nun; wo ist da bitte die Verschlechterung? Was soll $Käufer mit einer 8GB-SD-Karte anfangen? Zu den anderen 15 ins Kramfach legen?
Das einzig Sinnvolle wäre, eine 32GB-karte dazuzulegen, diese würde das Gerät aber unnötig verteuern.
Meine Meinung: Keine SD-Karte ist für alle Parteien das wirtschaftlich und ökologisch sinnvollste, der User kann dann selbst entscheiden, ob die Karte aus seinem alten Handy reicht, oder ob er sich eine in der Grösse seiner persönlichen Prioritäten zukauft.

Btw: Apropos Verschlechterung; Jemand ’ne Idee, wann endlich die ersten SDXC-Smartphones kommen? Der Standard ist afaik 2 Jahre alt und nix in der Richtung in Sicht…
Btw²: Bin mal gespannt, wann der erste Trouble von Blackberry zu dem Design kommt…

Quelle: Gingerbread-Smartphone mit Hardwaretastatur (golem.de)

5 Kommentare to “Um klar zu sehen…”

  1.  Blacker47 schrieb am 04. Sep 2011 um 14:24

    Naja, wenn man es z.B. mit einem Vorgängermodel vergleicht und bei gleichem Preis das neuere die Karte nicht mehr drin hat, wäre es erstmal schon ein Nachteil im Vergleich zu Vorgängermodel.

    Zu SDXC: Da bin ich eher froh, dass es die noch nicht gibt. Mit dem „Standard“ gibt es paar Probleme.

    Im Prinzip könnte man wie immer einfach FAT32 weiterhin nutzen und glücklich sein. FAT32 Dateisysteme können ohne größere Probleme bis 2TB groß sein. Aber FAT32 ist bei solchen Datenmengen nicht sehr effektiv etc. Also hat man sich ein neues Dateisystem überlegt.
    (P.S.: Ich las gerade, dass exFAT noch schlechter bezüglich Crash-Recovery als FAT32 dasteht – alle nur effektiver beim Zugriff + Dateien > 4GB möglich)

    Es gäbe da viele Möglichkeiten, aber die in PCs üblichen ext3 und ntfs sind eher nicht so ganz gut geignet. Also kam da Microsoft mit exFAT.

    Microsoft hat es nicht als freier Standard freigegeben und besitzt wahrscheinlich da einige Schutzpatente. Gleichzeitig hat MS viele Hersteller wegen Nutzung von vFAT (also im Prinzip FAT32 mit Unterstützung für lange Dateinamen, wie seit Win95 üblich). Man muss eigentlich von Glück reden, dass MS keinen wegen Nutzung von NTFS verklagen kann, da es damals in einer Zusammenarbeit mit Apple entstanden ist und deshalb kein alleiniges Recht bei MS lag und folglich MS sich da keine „Rechte“ zusichern konnte.

    Im Prinzip kann es für den PC keine wirklich freie Implementierung von exFAT Treiber für non-Windows Betriebssysteme geben und die Linie von Microsoft ist sehr deutlich.

  2.  Mike® schrieb am 04. Sep 2011 um 19:36

    Was spricht denn dagegen SD-Karten mit NTFS oder anderem zu formatieren?
    Ausser die teilweise nicht-kompatibilität auf verschiedenen OSen. Darüber mach ich mir keine Sorgen, SDXC dürfte auch bei den Readern ein paar Unstimmigkeiten mitbringen, also ein neues Lesegerät bräuchte man sowieso eh.

  3.  Blacker47 schrieb am 04. Sep 2011 um 20:44

    NTFS wird übrigens von Linux mitlerweile wunderbar unterstützt und es gibt einige Geräte (TVs, SAT-Reciever mit USB-Anschluß), die NTFS lesen und schreiben können. Noch besser wäre es ext3 bzw. ext4 zu verwenden.

    Warum wird es nicht bei SDXC verwendet? Nun, kA, es wurde halt so von jemandem entschieden und wer weiß was die Leute dazu bewegt hat.

    Oft wurde eingeführt, sowas wie NTFS und ext3/4 eignen sich nicht für embeded-Hardware, da es zu „komplex“ sei.

    Wenn die Rechenlogik von NTFS komplexer ist und mehr CPU-Power braucht, fällt es bei normalen PCs schon lange nimmer ins Gewicht. Auch wenn NTFS vielleicht mal 1 MB RAM braucht um zu bestimmen, wohin am besten der nächster Block geschrieben wird, fällt es bei den PCs nicht ins Gewicht. Anders sieht es mit ebeded-Hardware aus… jedenfalls mit der ganz einfachen. Z.B. jener, die man in Digitalkameras findet. Wie erwähnt, TVs und Mediaplayer sind heute dagegen recht üppig ausgestattet. Smartphones eigentlich auch.

    Die ganzen modernen Dateisysteme, wie z.B. NTFS haben auch noch Journaling. Erst wird ein Log-Eintrag gemacht und erst dann wird mit dem Speichern der Datei begonnen. Evtl. wird sogar die Datei erstmal selbst in das Log geschrieben und dann ein zweites mal endgültig. Dabei braucht es vor allem Zeit – Zeit, welche auf einem PC nicht ins Gewicht fällt, da die Datei solange im RAM im Buffer gehalten wird.

    Bei einer Digitalkamera, die ein 14 Megapixel Photo geschossen hat und diesen über Hardwarechip in eine 5 MB JPEG-Datei konvertieren lässt, hat man oft nicht unbedingt genügend Arbeitsspeicher um die Daten zwischenzuspeichern – man möchte am besten die Daten direkt ohne wenn und aber schreiben.

    Außerdem muss man für solche Hardware die Dateisystemtreiber meistens eh neu schreiben und da ist sowas nettes wie NTFS auch recht komplex, so dass es wahrscheinlich zu fehlerhaft implementiert werden würde.

    Also, ich hoffe die Argumente gegen sowas wie NTFS anschaulich dargestellt zu haben. Man könnte sich noch fragen, wie lange noch schmallbürstige embeded-Hardware existieren wird und sich gegen fette Hardware mit > 1GHz Prozessoren und ordentlich RAM und sowas wie Linux oder QNC mit allen Treibern drauf behaupten können wird.

    Bei Multimedia-Geräten inkl. TVs gibt es da keine solche einschränkungen mehr, bei Smartphones auch nicht. Aber bei Digitalen Photoramen und vielen Digitalkameras wohl schon.

  4.  Max schrieb am 05. Sep 2011 um 13:49

    Ich finde, dass man da durchaus von einer Verschlechterung reden darf. Wer sich das erste Mal ein Smartphone kauft, darf sich erstmal eine Karte hinzukaufen. Ich habe zwar inzwischen ein Smartphone, besitze also auch lediglich eine einzige Karte. Von einem Stapel kann also wirklich keine Rede sein. Ohne die Karte ist das Handy ja kaum zu brauchen, insofern sollte zumindest eine 8GB-Karte beiliegen, zumal der Preis wie angesprochen derselbe geblieben ist.

  5.  Mike® schrieb am 05. Sep 2011 um 14:44

    @blacker47: Ich rede ja von Smartphones, die sind in aller Regel ausreichend bemessen was die Hardware betrifft, also könnte man hier langsam mal Nägel mit Köpfen machen. Ich hab zwar noch keine 32GB-Karte drin, meine aber trotzdem, dass das langsam zu eng wird und man in der Entwicklung den nächst-notwendigen Schritt gehen sollte.
    Was Dein Argument bzgl. Ram in Kameras angeht, das sollte sich mit mehr Ram leicht beheben lassen 😉

    @max: von mir aus sollen sie halt Gutscheine dazulegen für ne 8GB-Karte. Dann kann sich der kunde entscheiden, was er letztendlich reinpackt. 8GB ab Werk dazutun ist m.E. heutzutage ein schlechter Scherz.

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