Wenn „Die Süddeutsche“…

was über Computerkram schreibt, dann darf man in aller schönen Regel so einen Müll erwarten:

Geht es aber um das Arbeitsgerät des modernen Büromenschen, den Computer, nimmt man, wenn auch zähneknirschend, in Kauf, dass es quälend lange dauert, bis die Maschine endlich bereit ist, die ersten Eingaben entgegenzunehmen – bis sie also, wie es Computerexperten sagen, gebootet hat.

Doch seit Geräte auf dem Markt sind wie das iPad, das mit einem einzigen Knopfdruck nahezu verzögerungsfrei aus dem Schlaf erwacht, steigen die Ansprüche. „Die Bootzeit ist die wichtigste Messlatte für die Nutzerzufriedenheit“,

Was zur Hölle hat das Ipad da im Artikel verloren?
Und wie kann es sein, dass die Bootzeit von den bösen lahmen Computern mit dem Aufwachen aus dem Standby des guten tollen Ipads verglichen wird? Andersrum wärs zu auffällig gewesen?
Ist das der sogenannte seriöse Journalismus, von dem man immer so viel hört?

Quelle: Computer-Startprobleme – Wenn der Rechner lahmt (sueddeutsche.de/ Helmut Martin-Jung)

5 Kommentare to “Wenn „Die Süddeutsche“…”

  1.  tux. schrieb am 06. Feb 2011 um 14:52

    Computerexperten haben immer sehr lustige Wörter, hihi.

  2.  Deine Mutter schrieb am 06. Feb 2011 um 19:58

    Der Text liest sich, als käme er von einem Kind, das zum ersten Mal einen Aufsatz schreibt. Nicht nur inhaltlich zum Speiben, sondern auch in allen weiteren Belangen hingerotzt. Lustig, klicke ich auf den Link „Computer“, gibts den Link erst gar nicht (wurde heute eingestellt, super!) und klicke ich auf die Verlinkung des Worts „Gerät“, lande ich beim Weltgeschehen im Ausland.

    Wo sind meine letzten 5 Minuten hin :/

  3.  Ypsilon schrieb am 07. Feb 2011 um 20:24

    liest sich so, als wenn lenovo bei dem blatt nen nichtgekennzeichneten werbeartikel gekauft hätte und irgendwie gerade nur noch der letzte lokaljournalist von hintertupfingen übrig war zum schreiben… „Erklären sie das mal so, dass das auch nicht-experten verstehen“, my ass…

  4.  Flo schrieb am 08. Feb 2011 um 2:03

    Doch wenn die BIOS-Software, die auf fest eingebauten Chips im Computer gespeichert ist, schon 30 Sekunden für einen Selbsttest braucht, dann helfen auch die Bemühungen nur noch wenig, Betriebssysteme wie Windows oder beispielsweise Ubuntu-Linux für einen schnelleren Start zu optimieren.

    … fand ich auch interessant, denn erst vor ein paar Wochen hatte ich mal wieder ein optimiertes Linux gesehen, welches in glaub 1-3 Sekunden bootet, *ohne* Flash-Speicher. Drauf festnageln will ich mich mal nicht lassen, aber bin mir recht sicher.

    So oder so wüßte ich gern, welches BIOS 30 Sekunden für nen Selbsttest braucht. Selbst meine Uralt-Hardware bootet mein Windows in unter einer Minute komplett. Wenn mich nicht alles täuscht, dann schafften das sogar meine Homecomputer vor über 20 Jahren.

    Klar ist dieser neue/alte BIOS-Standard ne feine Sache, sofern er irgendwann mal etabliert ist, aber die wirkliche Bremse liegt imho nicht dort, sondern in den unendlich vielen Diensten und Scheißdreck, den so ein OS im Grundzustand mitlädt.

    Ein Schmankerl am Rande fand ich die einleitende Geschichte mit dem Büromenschen, der dreieinhalb Minuten für so Papier braucht. Zum einen hinkt der Vergleich meiner Ansicht nach, denn da hat seine Arbeit schon angefangen und er ist aus der Kaffe-trink-Phase raus, zum anderen hab ich außer den kaputtinstallierten Betriebssystemen von absoluten Noobs noch kein OS im Bekanntenkreis gesehen, das so lange zum Booten braucht.

  5.  Mike® schrieb am 08. Mai 2011 um 23:57

    Besser spät als nie 😉
    [quote comment="60450"][...]So oder so wüßte ich gern, welches BIOS 30 Sekunden für nen Selbsttest braucht.[/quote]
    Oh, das geht in der Tat, wie mir grad wieder einfiel, hab hier so einen Rechner rumstehen gehabt. Uraltes Teil so um - ääh - naja etwa 10 Jahre alt oder älter. Original waren da so 64 oder 128 MB ram drin, das Maximum was ich da reinbekommen hab waren 768MB und da zählt der sich tot - wenn man so blöd is den Selbsttest aktiv zu haben.

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