Wider URL-Shortener

Ja, Kurz-URLs können praktisch sein. Wenn bei Twitter nur eine begrenzte Zahl an Buchstaben zur Verfügung steht, freut man sich um jedes eingesparte Zeichen. Auch zu manch anderen Gelegenheiten können URL-Shortener gute Dienste leisten. Was sich allerdings in letzter Zeit beobachten lässt, ist ein offenbar völlig undurchdachter Umgang mit Kurz-URLs. Da werden in Newslettern und anderen Veröffentlichungen statt der eigentlichen URL bitly-Adressen angegeben, obwohl alles andere als Platzmangel herrscht. In Blogs werden Kurz-URLs gepostet, statt einen sinnvollen Text mit der richtigen Adresse zu verlinken.

Warum das von Nachteil ist? Seit einigen Jahren geben sich fast alle Webmaster die Mühe, „sprechende URLs“ zu erzeugen, also etwa domain.tld/datum/titel. Der User sieht bereits in der Statuszeile, wo ein Link hinführt und was ihn dort wahrscheinlich erwartet. Auch ob sich nach dem Klick eine Website öffnet, ein PDF oder eine sonstige Datei kann der User sehen. Kurz-URLs vernichten dieses schöne Feature und lassen sprechende URLs verstummen. Es gilt also: URL-Shortener nur nutzen, wenn es wirklich sinnvoll ist, wenn also der Vorteil der geringeren Zeichenlänge die Nachteile überwiegt.

3 Kommentare to “Wider URL-Shortener”

  1.  Webdesign Hamburg schrieb am 26. Nov 2010 um 14:47

    Moin, ich bin selber Webdesigner aus Hamburg und erstelle viele Internetseiten für Kunden. Nun berate ich auch viele von denen in den Sozial-Networks. Dort macht diese verkürze Variante der URL natürlich Sinn. Doch gibt es noch einen?

    Ist es nicht gerade auch für die Suchmaschinen auch wichtig die vollständige URL auslesen zu können,oder bin ich auf dem Holzweg?

    Vg Michi

  2.  Mike® schrieb am 26. Nov 2010 um 19:44

    Wenn ich mir Deinen Kommentar so anschaue, hast Du ganz andere Probleme als Kurz-Urls

    Nun berate ich auch viele von denen in den Sozial-Networks.

    Hartz4-Hilfe-foren? 😮 Löblich, ich engagiere mich auch für die Armen.

    Dort macht diese verkürze Variante der URL natürlich Sinn.

    Sie macht nicht nur keinen Sinn, sie ergibt auch keinen. 🙂 Alles Andere steht oben im Beitrag von Greg.

    für die Suchmaschinen auch wichtig die vollständige URL auslesen zu können […]?

    Kommt ganz drauf an, wenn Du in einem Blog mit unseren Themen und unserer erfrischenden natürlichen Ausdrucksweise einen Kommentar mit gleich 2 Links auf Deine eher mittelmässige* Webklitsche hinterlässt, so könnte das schon ungewollte Mitnahmeeffekte mit sich bringen.

    *womit Du natürlich genau richtig bist hier…

  3.  David schrieb am 04. Dez 2010 um 19:58

    Als internetaffiner Mensch schaue ich auch sehr häufig in die Statusleiste des Browsers, wo den der Link hingeht. So richtig das Argument der sprechenden URLs auch ist, es zerfällt wenn man sich die Surfgewohnheiten weniger netzaffiner Leute ansieht. Den meisten Fallen die sprechenden URLs gar nicht auf, gescheigedenn erkennen sie das System dahinter. So zumindest meine Beobachtungen.

    Es gibt einige Anwendungsfälle auch außerhalb des Social-Webs die möglichst kurze URLs benötigen (E-Mail z.B.) Das sollte aber bitte Sache des Webmasters sein, eine kurze Alternative innerhalb der Domain anzubieten. URL-Verkürzungsdienste sind eine der Krankheit.

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