Wie definiert man eigentlich:

„deutscher Tanker“?
„Piraten entführen deutschen Tanker“, schreibt die Süddeutsche hier und es ist ziemlich interessant, zu erfahren, wie so ein „deutscher Tanker“ aussieht (Hervorhebung von mir):

Am Horn von Afrika ist ein deutscher Tanker, der Flüssiggas transportiert, von mutmaßlich somalischen Piraten entführt worden. Die MV Longchamp, die unter der Flagge der Bahamas fährt, ist am Donnerstag in den frühen Morgenstunden im Golf von Aden attackiert worden.

Nach Angaben der ostafrikanischen Seefahrerverbandes hat es „einen heftigen Schusswechsel an Bord gegeben“; angeblich sei die Crew aber unversehrt, hieß es. Den Angriff bestätigte auch das Unternehmen „Bernhard Schulte Shipmanagement“, die Betreiberfirma der Longchamp in Hamburg.

Deutsche Seeleute sind nicht an Bord
. Von den 13 Besatzungsmitgliedern kommen zwölf von den Philippinen und einer aus Indonesien. Der 3400-Tonnen-Tanker wurde in Japan gebaut und ging 1990 in Betrieb.

So, es gibt also eine deutsche „Betreiberfirma“, wie muss man das verstehen? Die zahlen in Deutschland die Miete für ein schickes Büro in Hamburg, und das war’s? Hoffentlich können sie die Ausgaben für so ein Büro auf den Bahamas von der Steuer absetzen. Ach die zahlen für ihr „deutsches“ Schiff gar keine Steuern?
Dann hab ich nix gesagt.

Quelle: Piraten entführen deutschen Tanker (sueddeutsche.de)

2 Kommentare to “Wie definiert man eigentlich:”

  1.  Unterdosis schrieb am 30. Jan 2009 um 9:40

    naja – wenn deutschland am hindukusch verteidigt werden kann, dann koennen auch japanische tanker mit phillippinischer besatzung ploetzlich deutsch werden.

  2.  Mike® schrieb am 27. Jan 2011 um 19:16

    Ganz spannender aktueller Artikel dazu:
    Ausflaggung am Rande der Legalität (heise.de/tp)

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